Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt

Es gibt unseren Verein seit 1986. Bei uns arbeiten nur Frauen für Frauen und Mädchen. Unsere Beratungsstelle richtet sich mit ihrem Angebot an:

  • Mädchen und Frauen, die sexuelle Übergriffe erlebt haben, in welcher Form auch immer,
  • deren Angehörige, PartnerInnen und FreundInnen, Fachkräfte im psychosozialen und pädagogischen Bereich.

Wir möchten Sie ermutigen, sich Hilfe zu holen und mit Ihren Erfahrungen nicht allein zu bleiben. Unser Angebot ist kostenlos und - wenn gewünscht - anonym.

Wenn es passiert ist: Die Verantwortung für das Geschehene trägt allein der Täter!

Sie sind nicht schuld!!!! Egal, wie Sie sich verhalten haben. Ob Sie sich gewehrt haben oder nicht, wie Sie gekleidet waren, Sie haben keine Schuld daran, dass Ihre Grenzen verletzt wurden. Sie dürfen sich Unterstützung holen. Bleiben Sie mit Ihren Erfahrungen nicht allein. Suchen Sie Unterstützung im nahen Umfeld oder professionelle Hilfe. Gerade in der akuten Situation kann es sehr wichtig sein, darüber zu sprechen. Ihre Reaktion und Ihr Erleben sind angemessen.

 

Was passiert bei einem Erstgespräch?

Unsere Beratungsstelle in Leverkusen-Küppersteg verfügt über einen barrierefreien Zugang. Ein Beratungsgespräch dauert meistens 50 Minuten und findet mit Ihnen und einer Beraterin/Therapeutin statt. Sie können gerne eine Person, der Sie vertrauen, zum ersten Gespräch mitbringen. Sie entscheiden, ob sie am gesamten Gespräch teilnimmt oder vielleicht in einem Nebenraum auf Sie wartet.
Zunächst werde ich Ihnen unser Angebot vorstellen. Dann können wir besprechen, warum Sie zu uns gekommen sind. Anlässe können zum Beispiel sein:

  • akute Krise aufgrund einer aktuellen Gewaltsituation
  • andauernde Beeinträchtigung aufgrund zurückliegender Erfahrungen
  • notwendige Unterstützung/Informationsbedarf in einem aktuellen Gerichtsverfahren
  • Unsicherheit im Umgang mit einer betroffenen Angehörigen
  • Verdacht auf sexuellen Missbrauch beim eigenen Kind oder bei einer betreuten Person
  • Unterstützungsbedarf bei der Antragstellung zum Ergänzenden Hilfesystem (EHS) Fonds sexueller Missbrauch

Sie entscheiden, was und wie viel Sie erzählen möchten. Es ist nicht notwendig, Details des Erlebten zu berichten.

 

Wie unterstützen wir?

Unser Angebot umfasst die persönliche Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften in der Beratungsstelle. Wir bieten betroffenen Mädchen und Frauen eine Beratungsreihe oder Traumatherapie an. Wir vermitteln hilfreiche Adressen und unterstützen bei der Suche nach weiteren Hilfen. Darüber hinaus begleiten wir auf Wunsch zu RechtsanwältInnen, Polizei oder ÄrztInnen.

Es gibt die Möglichkeit, an einer geleiteten Selbsthilfegruppe teilzunehmen.

 

Überwindung ist möglich

Die Bewältigung einer Grenzverletzung braucht oft Zeit. Wir können Ihnen helfen, das Erlebte zu verarbeiten und Entlastung zu erleben. Sollten Sie aktuell in Gefahr sein, können wir in einem persönlichen Beratungsgespräch die für Sie passenden Schutzmaßnahmen erarbeiten.
Diese sind z. B.:

  • Anwendung des Gewaltschutzgesetzes (die Polizei hat die Möglichkeit, einen Angehörigen, der Sie bedroht hat, der Wohnung zu verweisen).
  • Frauenhäuser: http://www.frauen-info-netz.de/,

aber auch ganz persönliche Lösungen.

 

Ergebnis: Wir entwickeln gemeinsam Lösungen

Entsprechend Ihrer persönlichen Situation, werden wir gemeinsam das für Sie geeignete Angebot entwickeln, z. B.:

  • akute Begleitung in der Krise durch Gespräche
  • konkrete Information, z. B. über Gerichtsverfahren
  • Beratungsreihe zur Klärung konkreter Fragestellungen, z. B. „Will ich ein therapeutisches Angebot annehmen? Welches ist das richtige für mich?“
  • Entwicklung von hilfreichen Strategien im Umgang mit betroffenen Angehörigen
  • Diagnostik
  • Traumatherapie
  • Selbsthilfegruppe
  • Vermittlung zu Behandlungsangeboten anderer Institutionen
  • Unterstützung bei der Antragstellung zum Ergänzenden Hilfesystem (EHS) Fonds sexueller Missbrauch

 

Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz und Sensibilität sind uns wichtige Anliegen. Leider ist uns muttersprachliche Beratung nur in deutscher Sprache möglich. Im Bedarfsfall ziehen wir eine Dolmetscherin zu den Beratungen hinzu.

 

Das Team / Wer wir sind

Unsere Mitarbeiterinnen der Beratungstelle wollen Frauen und Mädchen und deren Vetrauenspersonen diese Unterstützung geben. Denn trotz der öffentlichen Diskussion um das Thema, halten sich Schuldzuweisungen *, Vorurteile und Falschinformationen hartnäckig.

*Schuldzuweisung heisst jemand sagen du bist selber schuld, dass das passiert ist. Das stimmt bei sexueller Gewalt nicht, da ist immer der Täter schuld.

Kategorie
  • Soziales und Selbsthilfe -› Frauen und Mädchen
Angebotstyp
Kontakt- und Beratungsstellen
Stadt
Leverkusen
Anbieter
Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt e.V.
Damaschkestr. 53
51373 Leverkusen
Telefon: 0214 206 1598
Telefax: 0214 870 92 18
Zielgruppe
Frauen und Mädchen
Kontakt

Die Beratungsstelle
gegen sexualisierte Gewalt e.V. 
erreichen Sie unter
0214-2061598

 

oder über unser Kontaktformular.

Unsere Telefonzeiten:
Mo., Mi., Fr.: 10.00 - 12.00 Uhr
Di.: 17.00 - 19.00 Uhr

Ihr Ansprechpartner für Fragen zum Beratungswegweiser

 

 

 

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